Besuch von Franziska Brantner (Bundes­vorsitzende der Grünen)

Am 25.08.2026 durften wir Franziska Brantner, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, gemeinsam mit ihrem Team bei Querleben begrüßen.

Mit dabei war auch Melanie Heim als Elternvertreterin unserer Elterngemeinschaft. Und genau darum ging es uns bei diesem Besuch: nicht um abstrakte Diskussionen, sondern um den ganz konkreten Alltag von Familien mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Mecklenburg-Vorpommern und insbesondere in der Mecklenburgischen Seenplatte.

Das Leben im Flächenland stellt diese Familien jeden Tag vor enorme Herausforderungen.

Es fehlt an verlässlicher und bedarfsgerechter Nachmittagsbetreuung. Fahrdienstregelungen sind vielerorts unzureichend, nicht bewilligt oder passen nicht zum tatsächlichen Alltag der Familien. Ferienangebote fehlen. Und besonders schwierig wird es für Familien, wenn Kinder und Jugendliche mit Behinderungen das klassische Hortalter überschritten haben.

Wer betreut dann? Wie können Eltern weiterhin arbeiten? Wie soll gesellschaftliche Teilhabe funktionieren, wenn die notwendigen Strukturen schlicht nicht vorhanden sind?

Familien geraten dadurch zunehmend unter Druck. Was auf dem Papier nach Teilhabe und Unterstützung klingt, scheitert in der Realität nicht selten an fehlenden Angeboten, langen Wegen und Zuständigkeitsfragen.

Wir haben Frau Brantner und ihrem Team sehr offen von diesen Erfahrungen, unseren Sorgen und den Rückmeldungen unserer Familien berichtet und wir haben erlebt, dass zugehört und nachgefragt wurde.

Auch die aktuellen politischen Entwicklungen und unsere Sorgen mit Blick auf bevorstehende Wahlen waren Teil des Gesprächs. Dabei haben wir deutlich gemacht, wofür Querleben steht:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Menschen mit Behinderungen und ihre Familien dürfen nicht diejenigen sein, bei denen gesellschaftliche oder finanzielle Einschnitte zuerst spürbar werden. Viele dieser Familien leisten bereits heute jeden einzelnen Tag Unglaubliches und stoßen dennoch immer wieder an strukturelle Grenzen.

Wir wünschen uns deshalb eine Politik, die diese Lebensrealitäten kennt und Rahmenbedingungen schafft, die Familien tatsächlich erreichen.

Unser Dank gilt Franziska Brantner und ihrem Team für die Zeit und das offene Gespräch und insbesondere Melanie Heim, die als Elternvertreterin die Perspektive unserer Familien eingebracht hat.

Denn über Familien zu sprechen, ist wichtig.
Noch wichtiger ist es, mit ihnen zu sprechen und ihnen zuzuhören.